Frankenschau und ARD live nach neun: Von Altöl zu Biodiesel – Pilotprojekt “Jeder Tropfen zählt” in Baiersdorf

Der Bayerische Rundfunk berichtet am 14.05.2021 in der Frankenschau und ARD live nach neun über unser Projekt:

In Baiersdorf läuft das Pilotprojekt “Jeder Tropfen zählt”. In den nächsten zwei Jahren sammeln die privaten Haushalte Bratöl und -fett und geben die vollen Dosen in einen speziellen Automaten. Die verantwortliche Entsorgungsfirma gewinnt daraus dann palmölfreien Biodiesel.

Tag der Erde am 22. April: Verwenden statt verschwenden – ein zweites Leben für Speiseöl

Quelle: https://www.dbu.de/123artikel38991_2442.html

Thalmässing. In Deutschland fallen in Privathaushalten jedes Jahr zwischen 65.000 und 140.000 Tonnen Altspeiseöle und -fette an, die nach dem Abgießen von Antipasti oder dem Frittieren von Pommes und Co. meistens über den Ausguss entsorgt werden. Das Problem: So gehen wertvolle Rohstoffe verloren – ein Aspekt, der beim diesjährigen Tag der Erde am 22. April neben anderen Themen eine besondere Rolle spielen dürfte. Denn schließlich lautet das Motto: „Jeder Bissen zählt. Schütze, was Du isst – schütze unsere Erde.“ Die Firma Altfettentsorgung und -recycling Lesch hat hierfür erfolgreich eine Lösung entwickelt: ein Sammelkonzept für Privathaushalte. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat das Vorhaben fachlich und finanziell mit rund 303.341 Euro gefördert.

Landet das alte Fett in der Kanalisation, gehen nicht nur Sekundärrohstoffe verloren, es lagern sich auch Reste im Abwassersystem ab, die teuer beseitigt werden müssen. „In Deutschland existierte bis dato kein flächendeckendes System, das gebrauchte Speisefette aus Privathaushalten erfasst und recycelt, um sie sinnvoll weiter zu verwerten“, sagt Dr. Susanne Wiese-Willmaring, DBU-Referatsleiterin für Lebensmittel. „Dabei bilden die energiereichen Altfette einen wertvollen Sekundärrohstoff, der sehr gut zu Biokraftstoff verarbeitet werden kann und damit also für eine zusätzliche Nutzung zur Verfügung steht.“

Einfache Handhabung für Verbraucher

Jeder Tropfen Zählt“, die Tochterfirma von Altfettentsorgung und -recycling Lesch, hat diese Herausforderung gemeistert. „Das erprobte Sammelsystem besteht aus zwei Komponenten: einem Mehrwegsammelbehälter für 1,2 Liter genutzte Speiseöle und einem Sammelautomaten, der mit 196 leeren Sammelbehältern bestückt werden kann“, sagt Projektleiter Hubert Zenk. Jeder Haushalt in den drei bayrischen Pilotgemeinden erhielt ein solches Sammelgefäß. Um diese abzugeben, wurden an zentralen Orten Sammelautomaten aufgestellt, die bei Einwurf eines vollen Behälters im Gegenzug ein gereinigtes, leeres Gefäß ausgeben. Zenk: „Wir haben darauf geachtet, dass die Automaten bürgernah aufgestellt wurden, zum Beispiel auf Parkplätzen oder im Eingangsbereich von Supermärkten.“

Akzeptanz der Bürger ist das A & O

Insgesamt sind rund 30.000 Sammelbehälter in Umlauf gebracht worden, die die Bürgerinnen und Bürger an 20 Sammelautomaten tauschen konnten. „Im Verlauf des Projektes wurde deutlich, dass es sinnvoll ist, die Sammelbehälter direkt an die Haushalte zu verteilen, um eine besonders große Sammelmenge zu erreichen“, sagt Zenk. Die positiven Ergebnisse des Pilotprojektes haben nach seinen Worten die Städte Fürth und Erlangen bereits dazu veranlasst, die Sammlung auf das ganze Stadtgebiet auszuweiten. Viele andere Kommunen haben sich inzwischen gemeldet; sie zeigen großes Interesse am System. Zum Ende der Projektlaufzeit wurde das Sammelsystem in eine eigene Tochterfirma, die „Jeder Tropfen zählt GmbH“ überführt, um auf dieser Grundlage die weitere Geschäftsentwicklung voranzubringen.

Ansprechpartner bei Fragen zum Projekt (AZ 34352): 
Hubert Zenk, Tel. +49 9173|79415519

Hilpoltsteiner Kurier: Landkreis lässt sich Zeit bei Vorbildprojekt – “Jeder Tropfen zählt”: In Roth gibt es noch keinen Beschluss über Ausweitung des Fettsammelns

Bild: Das Dreieckige mit rundem Deckelmuss ins Viereckige: In den fünf hiesigen ILE-Gemeinden ist der Fett-Sammelbehälter samt Container bereits bekannt. Im Rest des Landkreises Roth aber lässt die Recyclingmöglichkeit noch auf sich warten. | Foto: Luff

Quelle: Hilpoltsteiner Kurier vom 09.04.2021, https://www.donaukurier.de/lokales/hilpoltstein/Landkreis-laesst-sich-Zeit-bei-Vorbildprojekt

Thalmässing – Erst waren es drei Stadtteile von Erlangen, einer in Fürth und nicht zuletzt natürlich die fünf Kommunen der ILE Jura-Rothsee: Allersberg, Greding, Heideck, Hilpoltstein und Thalmässing. Seit November 2018 können überall dort die Verbraucher ihr altes Speisefett und Speiseöle in kleine, grüne Behälter geben und – wenn diese voll sind – gegen leere Exemplare an Containern eintauschen. Ein Sammelsystem ähnlich dem Altglas hat die Thalmässinger Recyclingfirma Lesch installiert. Den Vorbildcharakter unterstrich die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mit ihrer Förderung. Von Beginn an war geplant, das anfängliche Pilotprojekt möglichst auszuweiten und im Idealfall die flächendeckende Sammlung zu etablieren. 

Das geschieht auch peu à peu. So wird die Stadt Baiersdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt ab Mai an dem Projekt “Jeder Tropfen zählt” teilnehmen, wie Hubert Zenk, der zuständige Projektleiter der Firma Lesch vermeldet. Die Städte Erlangen und Fürth haben eine Ausweitung der Sammlung auf die gesamten Stadtgebiete beschlossen. Die Einführung der Sammelaktion in Baiersdorf sei ein neuerliches Pilotprojekt, sagt Zenk, angelegt auf zwei Jahre. Gewöhnlich sei die Abfallwirtschaft nämlich beim Landkreis angesiedelt, wenn es sich nicht um eine große, kreisfreie Stadt handelt. In dieser gut 8000 Einwohner zählenden Kommune in der Mitte von Nürnberg und Bamberg ist das anders. Und genau das erfordert in der Vertragsgestaltung Besonderheiten. Zenk zufolge hätten auch andere Kommunen Interesse bereits angemeldet. 

Wer in dem Reigen der festen Vertragspartner noch fehlt, ist mit dem Landkreis Roth ausgerechnet der Kreis, aus dem die Idee des Fettsammelns stammt. Geredet wird zwar schon seit fast einem Jahr darüber, die Sammlung auf das gesamte Kreisgebiet auszuweiten, etwas Handfestes geschehen ist aber nicht. Er sei optimistisch, dass es in Roth weitergehe, sagt Zenk. Man arbeite bereits an einem Vertragsentwurf. Allerdings gebe es keinen entsprechenden Beschluss des Kreistags, das mache die Situation “schwierig”. 

Der Projektleiter zeigt Verständnis: “Corona beherrscht derzeit viel”, sagt Hubert Zenk. Eine freiwillige Leistung wie das Sammeln von Fetten und Speiseölen sei da nicht unbedingt ganz vorne auf der Prioritätenliste zu finden. “So etwas ist gewünscht”, sagt Zenk über die politische Großwetterlage im Land. Nicht umsonst sitze die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mit im Boot. 

Das Konzept besticht: Aus gebrauchtem Bratfett oder dem Öl von eingelegten Oliven, auch aus abgelaufener oder verdorbener Butter oder Margarine kann Biokraftstoff hergestellt werden. Zudem findet der Stoff in der Kosmetikindustrie Verwendung. 1,2 Liter Altspeisefett – das ist das Volumen eines Sammelbehälters – lassen sich nach Firmenangaben im Verlauf des Upcyclingprozesses zu einem nachhaltigen Biokraftstoff veredeln, mit dem ein Auto rund 20 Kilometer zurücklegen kann. 

Ein weiterer Vorteil kommt vor allem den Kommunen zugute, in deren Abwasserrohre und Kläranlagen das Fett oftmals ankommt, wenn es beispielsweise in flüssiger Form in den Ausguss gekippt wird und danach erkaltet und fest wird. Verstopfte Pumpen und erhöhte Reinigungszyklen der Kläranlagen sind mögliche Folgen. Das aber geht ins Geld. Die Alternative, das Fett etwa in den Wertstoffhöfen des Kreises Roth, dem Kreisbauhof in Abenberg oder verschiedenen Kläranlagen abzugeben, nimmt fast kein Verbraucher wahr. 

Anders bei der aus Thalmässing initiierten Sammelaktion: Im vergangenen Jahr sind fast 29000 Kilogramm Altfett mit der Aktion gesammelt worden – das sind bereits 40 Prozent mehr als noch 2019. Die Testregion Allersberg, Heideck, Hilpoltstein, Greding und Thalmässing komme mittlerweile auf eine Sammelquote von einem halben Liter pro Kopf. “Die Leute nehmen es an”, schlussfolgert Hubert Zenk. Die fleißigsten Sammler im südlichen Landkreis Roth sind im Übrigen die Thalmässinger: Sie schafften 0,57 Liter pro Kopf. 

HK, Volker Luff

DBU-Jahresbericht: „Altfette wiederverwerten: Jeder Tropfen zählt“

Auch der Jahresbericht der Deutsche Bundesstiftung Umwelt widmet uns eine ganze Seite im Artikel „Altfette wiederverwerten: Jeder Tropfen zählt“ (Seite 26). Danke für die Förderung unseres Projekts zur Haushaltssammlung von Altspeisefetten!

„In puncto Altfettsammlung und -recycling ist die Lesch GmbH & Co. KG aus Thalmässing in Mittelfranken alles andere als eine Unbekannte. Schon seit 1992 betreibt die Firma eine Recyclinganlage, in der Altspeisefette aus Gastronomie und Lebensmittelindustrie gereinigt werden, um von der Treibstoffindustrie für die Biodieselherstellung weiterverarbeitet werden zu können. Sein Know-how dehnt der Mittelständler im Zuge eines Pilotprojekts nun auch auf Privathaushalte aus. Unter dem Titel »Verwendung statt Verschwendung – Sammlung und Nutzung von gebrauchtem Speiseöl aus Privathaushalten« werden ausgewählte Stadtteile von Erlangen und Fürth sowie Teile des Landkreises Roth an der Aktion mitwirken. Hubert Zenk, Projektleiter des Thalmässinger Recyclingunternehmens, sieht nur Gewinner an diesem Vorhaben: Fette und Öle, die nicht gesammelt, sondern in den Ausguss geschüttet werden, verstopfen die Kanalisation und bereiten auch in den kommunalen Kläranlagen Probleme. Altfett ist zudem ein wertvoller Sekundärrohstoff für die Biodieselherstellung und verbessert dessen CO2-Bilanz. Letztlich soll das von der Firma entwickelte und im Projekt praktisch erprobte Konzept die Grundlage für eine bundesweite Verbreitung der Altfettsammlung schaffen. In Deutschland fallen nach Schätzungen jährlich rund 100 000 Tonnen Altspeiseöle und -fette in Privataushalten an, die es wiederzuverwerten gilt: Für das mittelfränkische Unternehmen in Kooperation mit dem Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe (MVaK) ist das mutmaßlich die solide Basis für ein umweltentlastendes Geschäft. „

DBU-AZ: 34352 

Projektträger: Altfettentsorgung und -recycling Lesch GmbH & Co. KG, Thalmässing 

Projektzeitraum: November 2018 bis März 2020 

In einem Satz: Altspeisefette und -öle aus Privathaushalten werden eingesammelt, um für die Biodieselherstellung recycelt zu werden. 

Den Jahresbericht der Deutschen Bundesstiftung Umwelt können Sie hier auf der Seite der DBU herunterladen: https://www.dbu.de/doiLanding1562.html

Altfettrecycling in Erlangen kommt gut an

Quelle: Rainer Wich, Erlanger Nachrichten vom 02.07.2019, https://www.nordbayern.de/region/erlangen/altfettrecycling-in-erlangen-kommt-gut-an-1.9059815

Sieben Sammel-Automaten sind im Stadtgebiet verteilt

Unter dem Motto “Jeder Tropfen zählt” werden seit einem halben Jahr in Erlangen gebrauchte Speiseöle gesammelt, um diese anschließend zu Biodiesel zu verarbeiten. Zeit für eine erste Bilanz.

Das Projekt läuft noch bis März 2020. Zeit für eine erste Halbzeitbilanz. Und die fällt durchaus erfreulich aus. “Für uns steht bereits heute fest: Es besteht großes Sammlungspotenzial, wenn man umweltbewussten Haushalten in Deutschland ein modernes Sammelsystem anbietet”, so Hubert Zenk, Projektleiter der Firma Lesch Altfettrecycling GmbH & Co. aus Thalmässing.

“Jeder Tropfen zählt” — mit diesem griffigen Slogan wirbt die Firma für ihre Idee. Es geht schlicht und einfach darum, gebrauchte Speiseöle aus Privathaushalten einzusammeln – das Fett aus der Fritteuse ebenso wie das alte Bratenfett aus der Pfanne oder das Öl aus der Sardinendose.

Neben Erlangen und Fürth sind die Kommunen Allersberg, Heideck, Hilpoltstein, Greding und Thalmässig mit von der Partie. Bisher wurden insgesamt schon über 9 000 Kilogramm gebrauchter Speiseöle in jenen Pilotgemeinden gesammelt. Mit dieser Menge könnte ein Pkw locker viermal um die Erde kurven mit 90 Prozent geringeren CO2-Emissionen.

Sieben Sammel-Automaten wurden im November 2018 in Erlangen aufgestellt. Dort kann man die speziellen Sammelbehälter abgeben und einen leeren gleich wieder mitnehmen. Am häufigsten frequentiert wurde der Automat an der Theodor-Heuss-Anlage. Dort kamen bisher insgesamt 470 Kilogramm zusammen (Fürth, Soldnerstraße: 1234 Kilogramm). Lediglich 160 Kilogramm kamen beim Schlusslicht in der Schenkstraße zusammen.

Apropos “Schlusslicht”: Obschon von der Vorstellung ausgegangen werden konnte, dass in der Hugenottenstadt ein wohl etwas höher entwickeltes Umweltbewusstsein greift, liegen die Sammelmengen doch deutlich unter denen der anderen Kommunen. Grund genug für die Firma Lesch darüber nachzudenken, woran es gelegen haben könnte. Vielleicht fallen dieserorts schlicht geringere Mengen von gebrauchten Speiseölen und Fetten in den Haushalten an? Oder Heimbewohner in den Pilotbezirken haben keine Behälter erhalten. Oder es haperte gar an den etwas schwierigeren Kommunikationswegen im Vergleich zu den eher ländlichen Gegenden. Wie auch immer. In Erlangen waren die gelben Sammelflaschen durchschnittlich mit 0,75 Kilo gefüllt. Anderswo erreichten die Füllstände im Schnitt über 0,8 Kilogramm.

“Fettberge” im Untergrund

Generell ist zu sagen: Die Qualität der abgegebenen Öle und Fette ist “außerordentlich gut”, teilte Hubert Zenk mit. Auch die Akzeptanz der Automaten in der Bevölkerung sei durchaus hoch. Dennoch gibt es einige Wermutstropfen. Denn die Automaten wurden teils falsch bedient und somit verstopft – trotz Beschreibung. Jetzt wird die Firma eine Zeichen- und Bildsprache kreieren, um die nötigen Informationen künftig auch “sprachenunabhängig” zu vermitteln.

Aber das wird nicht alles sein. Für die restliche Laufzeit des Pilotprojekts hat sich die Firma Lesch noch einige Arbeitsschwerpunkte gesetzt – unter anderem aus dem eingeführten Sammelsystem zu lernen, in der Bevölkerung und bei politisch Verantwortlichen noch ein bisschen mehr an Bewusstsein zu schaffen für die Problematik falsch entsorgter Speiseöle. Denn gebrauchte Speiseöle werden bekanntlich von privaten Haushalten meist per Abwasch über die Kanalisation entsorgt und führen dort zu Verschmutzungen und Blockaden. Zuweilen bilden sich im Untergrund auch richtige “Fettberge”, die nur mit reichlich Aufwand und Kosten entfernt werden können. Überdies wird die Firma noch weitere Kontakte aufbauen zu möglichen Projektpartnern – nicht zuletzt aus der Wirtschaft.

“Wir können auf Basis der bisherigen Erfahrungen und Sammelergebnisse jetzt schon resümieren, dass ein großes Sammlungspotenzial besteht, wenn wir es schaffen, die Bevölkerung für die Sammlung zu begeistern”, so Hubert Zenk.

Das Projekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Ziel ist es, ein Sammelsystem zu entwickeln, das deutschlandweit umgesetzt werden kann. 

Titelbild: Der erste Altfett-Automat ging an der Theodor-Heuss-Anlage in Betrieb.© Klaus-Dieter Schreiter

Immer mehr machen mit – „Jeder Tropfen zählt“ zieht erfolgreiche Halbjahresbilanz

Pressemitteilung: Gelungener Start der innovativen Sammlung von gebrauchten Speiseölen und –fetten aus Privathaushalten in Bayern. 

Insgesamt wurden bereits über 9 Tonnen gebrauchter Speiseöle in den teilnehmenden Pilotkommunen gesammelt. Mit dieser Menge könnte ein PKW viermal um die Erde fahren mit 90 % geringeren CO2-Emissionen! 

Damit werden die für den Pilotzeitraum gesteckten Jahres Zielmengen des Projektes „Jeder Tropfen zählt“ sehr wahrscheinlich übertroffen. Besonders im ländlichen Raum scheinen die Haushalte auf diese Sammlung gewartet zu haben. Sammel-Spitzenreiter sind bisher die Stadt Heideck und der Markt Thalmässing mit hochgerechneten Jahressammelmengen von über ½ kg pro Bürger/in. Durchschnittlich sind die abgegebenen Sammelbehälter dabei mit 0,75 bis 0,83 kg gebrauchten Speiseölen und –fetten gefüllt. 

Hubert Zenk, Projektleiter der Firma Lesch Altfettrecycling dazu: „Für uns steht bereits heute fest. Es besteht großes Sammlungspotential, wenn man umweltbewussten Haushalten in Deutschland ein modernes Sammelsystem anbietet.“ 

Es gebe aber auch noch Verbesserungspotential, so Zenk weiter. Kleinere technische Adaptionen müssten an den Sammelautomaten vorgenommen werden. Auch sollte die Bewerbung des Projektes in Zukunft verbessert werden, insbesondere in großstädtischen Bereichen muss die Kommunikation über Soziale Medien intensiviert werden. 

In das bayerische Pilotprojekt sind über 60.000 Bürger/innen in ca. 27.000 Haushalten integriert. An 20 Sammelautomaten können die ca. 30.000 ausgegebenen Sammelbehälter gefüllt abgegeben und gegen leere Behälter getauscht werden. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Projektpartner ist der Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe e.V. (MVaK). 

Erste Aussagen zur Wirtschaftlichkeit des Projektes sollen im Herbst 2019 vorliegen, um eine Entscheidungsgrundlage zur möglichen Ausweitung der Sammlung innerhalb der Pilotgebiete zu schaffen.