Besuch der Ruheständler des Landkreises Roth am 25.4.2019

Der Landkreis Roth hat seine Ruheständler zu einem Ausflug nach Thalmässing und Landersdorf eingeladen. Für die 70 ehemaligen Mitarbeiter hatte der Personalrat dazu ein sehr interessantes Programm ausgearbeitet.

Die erste Station war dabei die Firma Lesch, die sich auf Altfettentsorgung und Altfettrecycling spezialisiert hat und damit einmalig in Deutschland ist. Die Teilnehmer wurden von Hubert Zenk dem Projektleiter der aktuellen Aktion „Jeder Tropfen zählt“ eingehend informiert. 

Besuch der Ruheständler des Landkreises Roth am 25.4.2019
Besuch der Ruheständler des Landkreises Roth am 25.4.2019

Der von der Bundesstiftung Umwelt geförderte Modellversuch soll bis März 2020 Informationen für eine flächendeckende Sammlung von Altspeisefett liefern. So erfuhren die Teilnehmer, dass die richtige Entsorgung von Speisefett wichtig ist und die Entsorgung über das Abflussrohr oder die Mülltonne nicht der richtige Weg sind. Das beim Braten oder Frittieren anfallende Altspeisefett wird in Thalmässing aufbereitet und für die Herstellung von besonders klimafreundlichem Bio-Kraftstoff weiterverwendet.

Der Betriebsbesuch wurde abgeschlossen mit einer Besichtigung der Altspeisefett-Recyclinganlage.

Besuch der Ruheständler des Landkreises Roth am 25.4.2019
Besuch der Ruheständler des Landkreises Roth am 25.4.2019

Pressemitteilung: Medienaufmerksamkeit für Nachhaltigkeitsprojekt „Jeder Tropfen zählt“ reißt nicht ab

Aktuelle Beiträge zur innovativen Sammlung von genutzten Speiseölen und –fetten aus Privathaushalten wurden im BR Fernsehen (Sendung Mehrwert am 11.4.) und im Hörfunk auf Antenne Bayern (Serie „Erfolgsgeschichten made in Bavaria“ am 15.4.) ausgestrahlt. 

 Aktuelle Beiträge zur innovativen Sammlung von genutzten Speiseölen und –fetten aus Privathaushalten wurden im BR Fernsehen (Sendung Mehrwert am 11.4.) und im Hörfunk auf Antenne Bayern (Serie „Erfolgsgeschichten made in Bavaria“ am 15.4.) ausgestrahlt. 

Nach einem ersten Fernsehbeitrag im BR im November 2018 zum Sammlungsstart hat sich das Bayerische Fernsehen im Rahmen der Sendung „Mehrwert“ am 11.4.2019 in einen weiteren Beitrag dem Nachhaltigkeitsprojekt „Jeder Tropfen zählt“ gewidmet. 

Seit November 2018 waren bereits Aufnahmeteams von SAT1 Bayern, RTL und dem Bayerischen Rundfunk auf dem Firmengelände der Fa. Lesch in Thalmässing. 

Im Hörfunk waren Beiträge über die neuartige Sammlung, neben der gestrigen Ausstrahlung auf Antenne Bayern, bereits über die Sender Bayern1, Bayern2 und Radio8 zu hören. 

Das starke Medieninteresse spiegelt das große öffentliche Interesse an dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekt wider. 

Mitte Mai 2019 wird ein erster offizieller Zwischenbericht zum Pilotprojekt erstellt. Die bisherigen Ergebnisse und Reaktionen aus der Bevölkerung und von politisch Verantwortlichen machen den Initiatoren der Fa. Altfettentsorgung und –recycling Lesch GmbH & Co. KG Mut, das Projekt ab März 2020 auf weitere Regionen ausweiten zu können. 

Links zu den letzten Sendungen: 

https://www.br.de/mediathek/video/mehrwert-diesel-aus-altfett-recycling-pilotprojekt-in-mittelfranken-av:5caf72bc62289a00134722f3

https://www.antenne.de/programm/aktionen/made-in-bavaria/mib-2019-1/altfettrecycling-lesch-in-mittelfranken-aus-altem-fett-wird-bio-diesel

Pressemitteilung zum Download (PDF)

Diesel aus Altfett: Recycling-Pilotprojekt in Mittelfranken – Beitrag in BR mehr/wert vom 11.04.2019

Fett oder Öl, das beim Backen, Braten oder Frittieren übrig bleibt, kann wertvoll sein. Das Altfett ist voller Energie, die man nutzen kann: fürs Autofahren, als Biokraftstoff. Eine gute Idee – und ein bislang einzigartiges Pilotprojekt.

Der Bayerische Rundfunk berichtet in seiner Sendung mehr/wert vom 11-04.2019 über unser Pilotprojekt:

https://www.br.de/mediathek/video/mehrwert-diesel-aus-altfett-recycling-pilotprojekt-in-mittelfranken-av:5caf72bc62289a00134722f3

Neue Altfettsammlung in Fürth läuft wie geschmiert

Grasgrüne Sammelboxen – hier an der Soldnerstraße – stehen zur Aufnahme der in 4500 ausgewählten Privathaushalten auf der Hardhöhe gefüllten Kunststoffbehälter bereit. Bei jedem Einwurf wird ein neuer leerer Behälter ausgegeben.
Foto: Foto: Hans-Joachim Winckler

Das Pilotprojekt ist gut gestartet — Recyclingfirma lobt Wettbewerb aus 

Quelle: Nordbayern.de: http://www.nordbayern.de/region/fuerth/neue-altfettsammlung-in-furth-lauft-wie-geschmiert-1.8430201

FÜRTH – Neuland hat Fürth Ende November mit dem versuchsweisen Einstieg in die Altfettsammlung aus Privathaushalten betreten. Das Pilotprojekt auf der Hardhöhe stößt auf gute Resonanz, wie jetzt die ersten Erfahrungen zeigen.

Noch immer landet das Öl von Fischkonserven und Antipasti in heimischen Küchen ebenso wie die Fettreste aus der Bratpfanne im Abwasch. Später sorgt die klebrige Masse dann in Kanälen und Kläranlagen oft für Verstopfungen, die nur mit erheblichem Aufwand wieder beseitigt werden können.

Eine teure Verschwendung, kann man aus den Speiseresten doch problemlos Biodiesel gewinnen. In der Gastronomie hat sich die Fettverwertung längst durchgesetzt. Jetzt treibt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt das private Recycling mit der Förderung des Modellprojekts voran. Neben Fürth sind daran noch Erlangen, Greding, Allersberg, Thalmässing, Hilpoltstein und Heideck im Landkreis Roth beteiligt.

Das Recyclingunternehmen Lesch aus Thalmässing hat den bis März 2020 laufenden Großversuch auf die Beine gestellt. In den beteiligten Kommunen wurden raffinierte Sammelcontainer aufgestellt, die nicht nur beim Einwurf eines gefüllten Altfettbehältern einen neuen leeren Behälter ausspucken, sondern auch bei der Firma Lesch Alarm schlagen, wenn etwas nicht richtig funktioniert oder das Depot bald gefüllt ist. 

Beim Verteilen der 1,2 Liter fassenden Sammelflaschen aus Kunststoff nebst Informationen an 4500 Haushalte auf der Hardhöhe haben Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Soldnerstraße im Rahmen eines Umweltprojekts mit angepackt. Bislang hat Versuchsorganisator Hubert Zenk von der Firma Lesch fast nur Zustimmung erfahren. Wie berichtet, zeigt auch der Fürther Landkreis Interesse an einer Teilnahme. “Leider sieht das Pilotprojekt nur die Teilnahme eines Landkreises vor”, sagt Zenk.

Ein Kicker als Prämie 

Die erste Ladung gefüllter Sammelbehälter hat er bereits aus einem Fürther Container zur Biodiesel-Aufbereitung durch einen Fachbetrieb geholt. Noch mehr Recycling-Leidenschaft entwickeln nach Zenks Worten allerdings die Versuchsteilnehmer am Firmensitz in Thalmässing. Um die Lust am Altfettsammeln weiter zu befeuern, hat das Unternehmen nun einen Sammelwettbewerb im Landkreis Roth ausgelobt. Die Kommune, die bis 15. Januar die größte Altfettmenge zusammenbringt, gewinnt ein wetterfestes Tischfußballspiel zum Aufstellen in einer öffentlichen Einrichtung.

Mitte Januar soll im gesamten Sammlungsgebiet dann auch erstmals Zwischenbilanz gezogen werden. Die Daten werden im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ausgewertet. Seine Bewährungsprobe hat auch das funkgesteuerte Alarmsystem bereits bestanden. Zenk: “Es war eine Fehlermeldung. Ich konnte das Problem vor Ort schnell lösen”.

Vandalismus an den Automaten sei bislang Fehlanzeige. Vier Sammelcontainer sind in Fürth aufgestellt worden. Außer in der Soldnerstraße bei der U-Bahn-Endhaltestelle am Scherbsgrabenbad, beim Achalas-Wäldchen und in der Philipp-Reis-Straße. Nur ganz vereinzelt sei man beim Verteilen der Sammelflaschen auf Ablehnung gestoßen. Im gesamten Versuchsgebiet sind über 60 000 Menschen an dem Modellversuch beteiligt.

Sauber muss das gesammelte Öl und Fett übrigens nicht sein. Verunreinigungen werden beim Recycling herausgefiltert. Verwendet wird der Biodiesel beispielsweise in der Landwirtschaft. Auf mindestens 100 000 Tonnen im Jahr wird die mögliche Sammelmenge in Deutschland geschätzt. Das Pilotprojekt soll hier bahnbrechend wirken. 

Fürth als Vorreiter: Küchenfett wird zu Bio-Diesel

So sehen die Sammelautomaten aus, die an mehreren Stellen im Westen Fürths stehen. Foto: Privat

Quelle: Nürnberger Nachrichten vom 20.11.2018: http://www.nordbayern.de/region/fuerth/furth-als-vorreiter-kuchenfett-wird-zu-bio-diesel-1.8324578?searched=true

FÜRTH – “Jeder Tropfen zählt”, lautet das Motto eines regionalen Pilotprojekts zur Speiseölsammlung aus Privathaushalten für die Biodieselproduktion. Los geht es in dieser Woche in Fürth.

Während Speisefette aus Gaststätten schon lange zur Wiederverwertung als Biodiesel gesammelt werden, ist das private Recycling noch unterentwickelt. Wie berichtet, will die in Thalmässing ansässige Firma Lesch diese Lücke schließen. Erfolgreich hat sich das Recyclingunternehmen bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt um eine Modellprojektförderung beworben.

In Fürth rannte Altfett-Lesch mit dem Vorstoß offene Türen ein. Schon im Mai signalisierte der städtische Umweltausschuss dem Vorhaben grünes Licht. Um das Pilotprojekt breiter aufzustellen, wurden jedoch zunächst noch weitere Partner gesucht. Mit im Boot sind nun auch Erlangen, Greding, Allersberg, Thalmässing, Hilpoltstein und Heideck.

Nach einer Auftaktveranstaltung mit politischer Prominenz in Thalmässing sollen heute vier Sammelautomaten in Fürth aufgestellt werden: am Scherbsgrabenbad, am Achalas-Wäldchen, an der U-Bahn-Endhaltestelle Hardhöhe und in der Philipp-Reis-Straße. Hier hinein können die mit altem Speiseöl gefüllten Kunststoffflaschen geworfen werden, die in den nächsten Tagen von Schülern der Mittelschule Soldnerstraße im Rahmen eines Umweltprojekts an 4500 Haushalte verteilt werden. Die fest verschlossenen Sammelcontainer sind mit einem Mechanismus ausgestattet, der beim Einwurf einer vollen Flasche wieder eine leere ausgibt. So wird die kontinuierliche Sammlung sichergestellt.

Entlastung für Kanäle

Das Öl eingelegter Lebensmittel kann man ebenso in die 1,2 Liter fassenden Flaschen füllen wie das Bratfett aus der Pfanne. Es muss nicht einmal besonders sauber sein, weil Verunreinigungen bei der Aufbereitung zu Kraftstoff herausgefiltert werden.

Bernhard Maid von der Fürther Abfallwirtschaft stellt die neue Altölsammelflasche vor. Foto: Scherer
Bernhard Maid von der Fürther Abfallwirtschaft stellt die neue Altölsammelflasche vor. Foto: Scherer

Der Füllstand der Sammelcontainer wird mit Sensoren ermittelt und über Funk an das Recyclingunternehmen gemeldet, damit es die Boxen rechtzeitig leert. Bislang landet Altöl aus Privatküchen über den Abwasch größtenteils in Kanälen und Kläranlagen. Hier verursacht es Blockaden, die nur mit großem Aufwand beseitigt werden können. Indem man die Kanalisation entlastet, könnten laut Studien 70 Millionen Euro Wartungskosten gespart werden. Die potenzielle Sammlungsmenge wird in Deutschland auf mindestens 100 000 Tonnen im Jahr geschätzt.

In Erlangen soll das Projekt am 28. November anlaufen, in den fünf Kommunen des Landkreises Roth am 3. Dezember. Der von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wissenschaftlich begleitete Modellversuch geht bis März 2020. Über 60 000 Bürgerinnen und Bürger werden jetzt angeschlossen. Sollte das Projekt einschlagen, ist an eine zügige Ausweitung des Sammelgebiets gedacht. Als umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der SPD-Mittelfranken hofft der Fürther Carsten Träger, dass das Modell aus Mittelfranken deutschlandweit Schule machen kann. 

Jeder Tropfen zählt – Eröffnungsveranstaltung am 14.11.

Pilotprojekt „Jeder Tropfen zählt“ offiziell gestartet

Das durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Rahmen eines Modellprojektes geförderte Sammeln von gebrauchten Speiseölen aus privaten Haushalten in Erlangen, Fürth und im Landkreis Roth wurde heute im Rahmen einer Kick-off-Veranstaltung gestartet.

Die Verantwortlichen der beteiligten Projektkommunen unterzeichneten im Beisein von Vertretern aus Bundes-, Landes- und Lokalpolitik die Kooperationsvereinbarungen zur Einführung einer bisher einmaligen Sammlung von genutzten Speiseölen in Privathaushalten.

Unter dem Motto „Jeder Tropfen zählt“ werden gebrauchte Speiseöle gesammelt, um anschließend zu Biodiesel mit einer besonders hohen Minderung von Kohlendioxid (CO2) verarbeitet zu werden. Die Pilotsammlung umfasst über 60.000 Bürgerinnen und Bürger und wird bis Mitte Dezember sukzessive in den Pilotkommunen eingeführt.

Wesentliches Ziel der Sammlung ist es, wertvolle Energieträger zu nutzen, die öffentlichen und privatenAbwassersysteme zu entlasten und den Frischwasserverbrauch in der Wasseraufbereitung zu reduzieren. Das Pilotprojekt ist bis März 2020 terminiert und soll aufzeigen, ob und wie eine flächendeckende Sammlung von gebrauchten Speiseölen aus privaten Haushalten in Deutschland umgesetzt werden kann.

Marlene Mortler MdB, agrar- und umweltpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag sagt zu dem Projekt: „Kaum einer denkt beim Kochen und Braten daran, dass übrigbleibendes Fett ein wertvoller Rohstoff ist, den man nicht arglos in den Ausguss kippen sollte. Das Pilotprojekt sensibilisiert die Bürgerinnen und Bürger dafür und leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Das ist begrüßens – und vor allem unterstützenswert. Ich freue mich deshalb, dass so viele Kommunen aus meinem Wahlkreis mitmachen.“

Carsten Träger, Umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der SPD Mittelfranken betont: Das, was wir bisher oft weggeworfen haben, als wertvollen Rohstoff zu verstehen, aufzubereiten und wiederzuverwenden – das ist ein zentraler Baustein für nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltiges Leben. Dass wir im Bereich des Altfettrecycling jetzt ein innovatives Angebot der Firma Lesch hier in der Region haben und in unserem Städtedreieck testen, freut mich sehr. Umwelttechnologie ist die Technologie der Zukunft, sie schafft Innovationen und gute Arbeitsplätze: Ich hoffe, dass das Modell aus Mittelfranken deutschlandweit Schule machen wird.”

Eike Hallitzky, Vorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Bayern bemerkt zum Projekt: “Die globale Klimakrise ist mittlerweile so bedrohlich für das künftige (Über)-Leben der Menschen, dass das gesamte Register gezogen werden muss – sofort und gleichzeitig in allen Bereichen. Gerade jetzt gilt es, solche Innovationen entschlossen zu fördern, die unsere knappen Ressourcen schonen und zugleich Umweltbelastungen minimieren. Wie das Upcycling von altem Speisefett. Denn: Jeder Tropfen zählt!”

Impressionen

Marlene Mortler, MdB, umweltpolitischer Sprecher der SPD Fraktion im Bundestag
Marlene Mortler, MdB, agrar- und umweltpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag
Eike Hallitzky, Vorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Bayern mit Heiko Lesch
Eike Hallitzky, Vorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Bayern mit Heiko Lesch
Thorsten Träger, MdB, umweltpolitischer Sprecher der SPD Fraktion im Bundestag mit Bernhard Maid (Stadt Fürth)
Thorsten Träger, MdB, umweltpolitischer Sprecher der SPD Fraktion im Bundestag mit Bernhard Maid (Stadt Fürth)
Vertreter der Kooperationskommunen
Vertreter der Kooperationskommunen
Herr Redel (Stadt Erlangen) und Heiko Lesch
Herr Redel (Stadt Erlangen) und Heiko Lesch
Unterzeichnung der Kooperationsverträge
Unterzeichnung der Kooperationsverträge
Teilnehmer (Von links nach rechts): Herr Sorgatz (Kreisrat), Herr Evers (Geschäftsführer MVaK), Frau Hemmeter (Kreisrätin), Herr Mahl (Bürgermeister Hilpoltstein), Herr Neuweg (Kreisrat), Herr Küttinger (Bürgermeister Thalmässing), Frau Mortler (MdB, agrar- und umweltpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag), Herr Beyer (Bürgermeister Heideck), Herr Preischl (Bürgermeister Greding),  Herr Maid (Abfallwirtschaft Fürth), Herr Träger (MdB, umweltpolitischer Sprecher der SPD Fraktion im Bundestag), Herr Redel (Abfallwirtschaft Erlangen), Herr Lesch (Fa. Lesch), Herr Horndasch (Bürgermeister Allersberg), Frau Lesch (Fa. Lesch),  Herr Zenk (Fa. Lesch),  Herr Hallitzky (Vorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Bayern), Herr Eckstein (Landrat)
Teilnehmer (Von links nach rechts): Herr Sorgatz (Kreisrat), Herr Evers (Geschäftsführer MVaK), Frau Hemmeter (Kreisrätin), Herr Mahl (Bürgermeister Hilpoltstein), Herr Neuweg (Kreisrat), Herr Küttinger (Bürgermeister Thalmässing), Frau Mortler (MdB, agrar- und umweltpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag), Herr Beyer (Bürgermeister Heideck), Herr Preischl (Bürgermeister Greding), Herr Maid (Abfallwirtschaft Fürth), Herr Träger (MdB, umweltpolitischer Sprecher der SPD Fraktion im Bundestag), Herr Redel (Abfallwirtschaft Erlangen), Herr Lesch (Fa. Lesch), Herr Horndasch (Bürgermeister Allersberg), Frau Lesch (Fa. Lesch), Herr Zenk (Fa. Lesch), Herr Hallitzky (Vorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Bayern), Herr Eckstein (Landrat)

„Großartige Idee, fundiertes Konzept“

Aus Speisefett und Pflanzenöl wird Biokraftstoff: Firma Lesch gibt Startschuss für Sammlung in Privathaushalten

Quelle: Volker Luff/Donaukurier: https://www.donaukurier.de/lokales/hilpoltstein/Grossartige-Idee-fundiertes-Konzept;art596,3984045?fbclid=IwAR0Q27M45FCP81dJBEBM2iNlfeyB8tZdIIShnCxxoxP4e5aTFEh9ND2KwY0

Thalmässing (HK) Fürth macht nächste Woche den Anfang, die ILE Jura-Rothsee mit den Kommunen Allersberg, Greding, Heideck, Hilpoltstein und Thalmässing zieht im Lauf des Dezembers nach: Privatleute sollen dann ihr Altfett und gebrauchte Speiseöle in der heimischen Küche sammeln und in einem Container abgeben – ähnlich wie dies beim Altglas seit Jahrzehnten geschieht. Bei der Recyclingfirma Lesch ist gestern der Startschuss zu diesem einzigartigen Pilotprojekt in Deutschland gefallen.TextgrößeDruckenWas eine eigentlich schnöde Unterzeichnung von Kooperationsverträgen zwischen Kommunen und einer Firma in diesem Fall für eine Bedeutung hat, wird ersichtlich, wenn man alleine die Politiker anschaut, die sich in der neuen Halle der Firma Lesch – die noch nicht bezogen ist – anschaut. Zwei Bundestagsabgeordnete standen dort einträchtig neben einem Partei-Landesvorsitzenden und einem Landrat. Einzig, um den Bürgermeistern und dem Firmeninhaber Heiko Lesch dabei zuzusehen, wie sie ihre Unterschrift leisteten. Und wahre Lobeshymnen auf ein Projekt zu singen, das es so in Deutschland kein zweites Mal gibt. Bis März 2020 sollen die Bürger im südlichen Landkreis Roth sowie in Teilen von Fürth und Erlangen unter dem Motto “Jeder Tropfen zählt” ihr Fett und Öl sammeln, damit daraus am Ende Biokraftstoff gewonnen werden kann.

“Wir reden über einen geschlossenen Kreislauf”, sagte Marlene Mortler, die hiesige Wahlkreisabgeordnete und agrarpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag, “das ist eine tolle Sache.” Jetzt könne jeder Einzelne, der von der Politik mehr Umweltschutz fordere, zeigen, dass er diesen praktisch betreibt, niemand habe eine Ausrede. Denn durch ein ausgeklügeltes Sammelsystem mit kleinen Behältern und großen Containern an öffentlichen Standorten könne der wertvolle Rohstoff ohne großen Aufwand der Wiederverwertung zugeführt werden. “Sie machen es dem Verbraucher ziemlich leicht”, attestierte Mortler der Firma Lesch.

Von einer “großartigen Idee mit fundiertem Konzept”, sprach Carsten Träger, der umweltpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Er komme nach Thalmässing auch “als stolzer Fürther – wir sind ganz vorne mit dabei”. Das Sammeln von Speisefett in Privathaushalten könne sich zu einem wichtigen Baustein des Klimaschutzgesetzes entwickeln, das die Große Koalition im kommenden Jahr auf den Weg bringen wolle. “Vor allem im Verkehrsbereich müssen wir deutlich besser werden.”

In diesem heißen und trockenen Sommer sei jedem Menschen deutlich vor Augen geführt worden, dass es höchste Zeit zum Handeln sei. “Ich bin zuversichtlich, dass das System angenommen wird”, zeigte sich Träger optimistisch.

Mit der Akzeptanz der Menschen stehe und falle das Projekt, erklärte Hubert Zenk, der sich als Projektleiter bei der Firma Lesch um das Sammeln von Speisefetten und -ölen in Privathaushalten kümmert. “Wir treffen den Nerv der Zeit”, sagte er. Bei all seinen vielen Gesprächen, ob mit Politikern oder gar in Schulen, habe niemand die Sinnhaftigkeit des Vorhabens bezweifelt. Jetzt müsse sich in den nächsten eineinhalb Jahren erweisen, ob das Sammelsystem auch wirtschaftlich betrieben werden könne. Ohne die finanzielle Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) hätte das Thalmässinger Unternehmen das Pilotprojekt nicht aus der Taufe heben können. Doch immer noch bleibe eine finanzielle Herausforderung für die Firma Lesch und spiegle deren nachhaltige unternehmerische Ausrichtung wider.

Die vielen Vorschusslorbeeren der Bundespolitiker nahm Landrat Herbert Eckstein zum Anlass, ein klein wenig auf die Euphoriebremse zu treten. “Die Wahrheit liegt auf dem Platz”, bemühte er eine Analogie aus dem Fußball, die zeigt, dass auch die beste Vorbereitung sich erst als wertvoll erweist, wenn hinterher auch das Ergebnis stimmt. “Die Leute machen dann mit, wenn sie es als vernünftig erachten.” Ungeachtet einiger etwaiger Probleme, die in der Probephase ruhig auftreten dürften, dürfe es nicht geschehen, dass die Menschen enttäuscht würden. Sprich: Wenn wie beim Gelben Sack am Ende viele Dinge doch im Brennofen landen, macht irgendwann keiner mehr mit. Dabei sei es beim Klimaschutz Zeit zu handeln: “Geredet und Erkenntnisse haben wir genug.”

Da wusste sich Eckstein einig mit Eike Hallitzky, dem bayerischen Landesvorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen. “Es geht ums Machen”, sagte dieser. Denn über 90 Prozent aller verbrauchten Stoffe in der Welt stammten aus nicht erneuerbaren Ressourcen, das könne nicht so weitergehen. Das Sammelprojekt trage dazu bei, “ein Bewusstsein zu schaffen, dass jeder Mensch etwas tun kann”. Zudem sei es ein hervorragendes Beispiel, dass es nicht immer um “die große technische Revolution geht”. Mit Innovationsgeist sei schon viel gewonnen. Er hoffe, dass er in nicht allzu ferner Zukunft die markante, grüne Sammelflasche auch in seiner Heimatstadt Passau vorfinde, sagte Hallitzky – der zum Abschluss seiner Rede einen Ausflug in die mehr oder minder politische Farbenlehre wagte. Er wünsche der Firma Lesch, sagte er, “dass sie mit ihrer durch und durch grünen Idee demnächst tiefschwarze Zahlen schreibt” – so der Obergrüne.

Aus gebrauchtem Bratfett oder dem Öl von eingelegten Oliven, auch aus verdorbener oder abgelaufener Butter oder Margarine kann Biokraftstoff hergestellt werden. Aus 1,2 Kilogramm Altspeisefett lässt sich Biokraftstoff für 20 Kilometer gewinnen, wie die informative Schrift auf den grünen Sammelbehältern verrät. Altfett zu sammeln ist also gelebter Schutz von Ressourcen.

Die grünen Flaschen werden in nächster Zeit kostenlos ausgegeben. In Thalmässing beispielsweise verteilen sie Mitarbeiter der Firma Lesch, in Hilpoltstein gibt es eine Abholstation. Andernorts werden die Sammelbehälter mit dem Gemeindeblatt oder über die Ortssprecher verteilt, in Fürth übernimmt diese Aufgabe eine Mittelschule. Die unterschiedlichen Ausgabearten seien Teil des Pilotcharakters, sagt Projektleiter Hubert Zenk. Man müsse sehen, welches System am besten funktioniert.

Ebenso die Standorte der Container: Hier auf öffentlichem Grund, dort auf dem Parkplatz eines Supermarkts: “Man muss sich auf die einzelnen Gemeinden einstellen”, erklärt Zenk das Prozedere. Und am Ende überprüfen, welcher Standort wo am besten angenommen wird, um Schlussfolgerungen für ähnlich strukturierte Orte ziehen zu können, wenn der Pilotversuch erst einmal in Richtung Bayern und Deutschland geöffnet wird. Das ist am Ende – wohl März 2020 – schließlich das Ziel. Am einzelnen Sammelbehälter kann der Verbraucher seine Flasche einwerfen und erhält sofort einen sauberen Behälter zurück.

Die vorgesehenen Standorte:

  • Allersberg: Edeka-Markt Semmelroth, Neumarkter Straße 14a; Am alten Festplatz.
  • Greding: Edeka Wickner, Kindinger Straße 36; Pumpwerk am Altstadtparkplatz.
  • Heideck: Containerplatz im Höfener Weg am Netto-Markt.
  • Hilpoltstein: Wertstoffsammelstelle am Altstadtring (Nähe Nopotel); Aldi, Siemensstraße 4; Edeka Greiner, Neuburger Straße 1.
  • Thalmässing: Rewe-Markt, Nürnberger Straße 22. luf

Im November soll es losgehen

Bild: Einen Sammelautomaten auf dem Firmengelände von Heiko Lesch (3. von rechts) begutachten die Bürgermeister aus den Gemeinden der ILE Jura-Rothsee: Daniel Horndasch (Allersberg), Ralf Beyer (Heideck), Manfred Preischl (Greding), Georg Küttinger (Thalmässing) und Markus Mahl (Hilpoltstein). lra

Quelle: Hilpoltsteiner Kurier/Donaukurier vom 30.10.2018

Thalmässing (HK) Jeder Haushalt im Landkreis Roth soll ab November einen Sammelbehälter bekommen: Die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Jura-Rothsee treibt zusammen, mit dem Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Lesch aus Thalmässing die Sammlung und Nutzung von gebrauchtem Speiseöl aus Privathaushalten voran.

Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Nachhaltigkeitsprojekt steht unter dem Motto “Jeder Tropfen zählt”.  

Nachdem die Kommunen der ILE – Allersberg, Heideck, Hilpoltstein, Greding und Thalmässing – im Juli beschlossen hatten, das Pilotprojekt der Firma Lesch logistisch zu unterstützen, haben sich die Bürgermeister auf dem Gelände des Unternehmens getroffen, um einen ersten Sammelautomaten zu begutachten und weitere Details zur geplanten Sammlung abzusprechen. Der Beginn der Sammlung ist für Ende November geplant. Dazu soll jeder Haushalt einen Sammelbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1,2 Litern erhalten. Volle Behälter können dann an Sammelautomaten gegen leere getauscht werden. 

Die in den Automaten integrierte Technik sorgt nicht nur dafür, dass jeder, der einen gefüllten Sammelbehälter einwirft, einen leeren Behälter zurückbekommt, sondern sendet auch eine Mitteilung an das Unternehmen, wenn der Automat zu 80 Prozent ausgelastet ist. Damit wird eine regelmäßige Entleerung der Sammelautomaten gewährleistet. Die Sammelautomaten sollen in den Kernorten der ILE-Gemeinden aufgestellt werden. 

In den nächsten Arbeitsschritten wird definiert, wie die Bürger die Sammelbehälter erhalten können und welche Standorte in den Gemeinden in Frage kommen. Durch die bisherigen Veröffentlichungen in unserer Zeitung zur geplanten Sammlung seien die Menschen bereits für das Thema sensibilisiert. Fast täglich fragen laut Heiko Lesch Bürger in seinem Unternehmen nach verfügbaren Sammelbehältern. Diese seien bereits in Auftrag gegeben worden und würden rechtzeitig zum Sammlungsstart verfügbar.  

Bis es so weit ist, können genutzte Speiseöle auch in anderen Behältern – etwa aus Glas oder Kunststoff – zwischengelagert werden. Im November können die Materialien dann in die “Jeder-Tropfen-zählt”-Behälter umgefüllt werden. Informationen zu den Details der Sammlung werden in den gemeindlichen Nachrichten und auf den Internetseiten der Gemeinden veröffentlicht. 

Im Internet können Bürger unter www. jeder-tropfen-zaehlt. de ab dem 15. Oktober darüber hinaus weitere Information und Hintergründe zur Sammlung von genutzten Speiseölen in Privathaushalten finden.